Unser Weingut produziert streng nach den Richtlinien des KUW, des Kontrolliert Umweltschonendem Weinbau.
Dies wird durch das Land Rheinland-Pfalz ständig kontrolliert und mit diesem Logo garantiert. KUW-Logo
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Guten Gewissens genießen

zu den Winzern, die ihren Kunden buchstäblich reinen Wein einschenken, gehören die Mitglieder des Beratungsrings Kontrolliert Umweltschonender Weinbau (KUW) Pfalz. Sie haben bei der Arbeit nicht alleine die optimale Qualität ihrer Erzeugnisse im Blick, sondern stets auch die Verantwortung für die Natur im Hinterkopf.

Mehr als 130 Winzer in Deutschlands größtem zusammenhängenden Weinbaugebiet haben sich dieser, im Jahre 1991 gegründeten Gemeinschaft, inzwischen angeschlossen. Den Weg zu ihnen weist das Signet "Umweltschonend erzeugt - Rheinland-Pfalz kontrolliert".

Ein Gedanke setzt sich durch

Selbstvermarkter gehören dem Beratungsring ebenso an wie Faßwein-Erzeuger und Mitglieder von Winzergenossenschaften. Sie alle unterwerfen sich freiwillig einem umfangreichen Katalog von Kriterien, deren Ziel es ist, die Umweltbelastung auf ein Minimum zu reduzieren.

Diese Kriterien beruhen auf Richtlinien des Landes Rheinland-Pfalz für kontrolliert umweltschonenden Anbau in der Landwirtschaft. Erfolgsorientiert zu arbeiten, das heißt für die Mitglieder des Beratungsrings vor allem, die Produktionstechnik an wirtschaftliche und naturbewußte Rahmenbedingungen der Zukunft anzupassen. Dieser Gedanke setzt sich immer mehr durch: In der Pfalz werden bereits mehr als 1000 Hektar Weinberge - dreimal so viel wie im Gründungsjahr des Beratungsrings - kontrolliert umweltschonend bewirtschaftet.

Diese Form der Bewirtschaftung schließt beispielsweise regelmäßige Bodenuntersuchungen auf die Hauptnährstoffe ein. Gedüngt wird nach wissenschaftlich ermitteltem Bedarf und nicht nach Daumenpeilung, weil eine kontrollierte Rebenernährung die Anfälligkeit der Rebstöcke gegenüber Krankheiten verringert.

Die Weinberge werden grundsätzlich begrünt, um Erosion, Bodenverdichtung und das Auswaschen von Nährstoffen ins Grundwasser zu verhindern. Bei der Unkrautbekämpfung setzt der Beratungsring nicht auf Herbizide, sondern auf mechanische Methoden.

Zu den Kriterien bei der Anbautechnik zählt eine Mindestzeilenbreite von 1,60 Meter bei Wiederanpflanzung; das heißt, nicht zu viele Reben auf zu engem Raum und gut durchlüftete Laubwände. Standortgerechte Rebsortenwahl ist selbstverständlich Teil des Programms für den kontrolliert umweltschonenden Weinbau.

Verwirrung bei den Schädlingen

Besondere Aufmerksamkeit richten die Mitglieder des Beratungsrings auf naturverträglichen Pflanzenschutz. Bei der Bekämpfung des Traubenwicklers zum Beispiel werden grundsätzlich nur biologische Präparate verwendet, welche Nützlinge wie Raubmilben und Florfliegen schonen. Wenn die Anwendung von synthetischen Spritzmitteln unvermeidlich werden sollte, dann nur mit Zustimmung der Beratungsstelle und nach der Kontrolle des Befalls.

Zur Verwirrung der Schädlinge werden Sexuallockstoffe (Pheromone) eingesetzt. Die Winzer orientieren sich bei ihrer Arbeit im Weinberg an der Schadensschwelle.

Pilzerkrankungen wirkt indirekt schon die Anbautechnik entgegen. Direkt werden Oidium und Peronospora mit Präparaten bekämpft, die Nützlinge am Leben lassen. Witterungsdaten werden systematisch erfaßt und zur Grundlage für eine optimale Prognose des Befalls durch Krankheiten und Schädlinge ausgewertet. Alle Mitglieder des KUW führen ein Betriebsheft und unterwerfen sich freiwillig der regelmäßigen Kontrolle durch eine neutrale Kommission.

Im Schongang für die Natur

Der Beratungsring Kontrolliert Umweltschonender Weinbau, der als eingetragener Verein organisiert ist, behauptet nicht, daß die Weine seiner Mitglieder "besser" oder "gesünder" sind als konventionell erzeugte Produkte:

"Es macht für den Verbraucher weder in der Qualität noch im Geschmack letztlich einen feststellbaren Unterschied, ob er Wein von unseren oder von anderen Betrieben trinkt, die nicht nach unseren Methoden anbauen.

Dies wäre ein Mißverständnis, das wir vermeiden wollen. Uns kommt es vielmehr darauf an, daß Weinerzeugung und Weingenuß auch ein Stück Verantwortung gegenüber der Natur sind.

Unser wichtigstes Ziel ist es deshalb, bestmögliche Qualität bei größtmöglicher Schonung der Umwelt zu erbringen."

Harmonie mit der Natur unter Nutzung aller verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse - das steht für den Beratungsring im Vordergrund. Dazu zählen vor allem die systematische Förderung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren im Weinberg und damit eine gezielte, zukunftsweisende Landschaftskultur, die wertvolle Ressourcen dauerhaft erhält und fördert. Je höher die Ziele, desto größer die Mühe - das gilt auch im Weinbau.

Die kontrolliert umweltschonende Methode macht mehr Arbeit, sie nimmt mehr Zeit in Anspruch als die konventionelle Bewirtschaftung. Und hier zeigt sich, daß das Anliegen der Winzer durchaus von öffentlichem Interesse ist: Den zeitlichen und finanziellen Mehraufwand gleicht - zumindest teilweise - eine Prämie aus, die das Land Rheinland-Pfalz den anerkannten Betrieben gewährt.

In kurzen Worten

Das Nachdenken über bewußten Weingenuss - so sehen es die pfälzischen KUW-Winzer - endet nicht bei Qualität und Menge. Wein soll buchstäblich als Naturprodukt verstanden werden, und beim Produzieren ist die Natur der gleichberechtigte Partner, auf dessen Wohl man guten Gewissens anstoßen kann.

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